<< zurück Die Kirche von Rindschleiden  

Die Kirche von Rindschleiden, mit ihren Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die sich auf über 170 m2 ausbreiten, wurde im 10. Jahrhundert gebaut und im 16. Jahrhundert dem Hl.Willibrord geweiht.

In der Gemeinde von Wahl, versteckt in einem kesselförmigen Tal, befindet sich die kleinste Ortschaft aus dem Land, die allerdings eine der schönsten und ältesten Kirchen des Landes beherbergt: Rindschleiden. Gegenüber befindet sich die ehemalige Schule, die heute das Café MIRO beherbergt.

Die Kirche wurde im 10.Jahrhundert gebaut zu Ehren aller Heiligen. Erst im 16.Jahrhundert wurde sie dem Hl.Willibrord geweiht. Am Anfang war sie nur eine Kapelle von 5 auf 10 Metern, die ab 1535 mehrmals vergrößert wurde, so dass man heute darin verschiedene Stile erkennen kann. Während der letzten Restauration wurde der Fußboden so zurecht gemacht, dass man die Fundamente der alten Kapelle erkennen kann. Zwischen dem Kirchenschiff und dem Chor wurde ein Gitter im Boden eingesetzt, welches erlaubt, dass man einen Blick auf die Reste der historischen Fundamente von diesen Mauern werfen kann. Die Fresken aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts, die eine Fläche von 170 m2 betragen, bestechen den Besucher vor allem.

Dieses Photo zeigt die verschiedenen Etappen von der Entwicklung der Kirche (Turm-Erweiterung: 2. Gotische Periode, in weiss-Vergrösserung des Chors: 1.gothische Periode, in Stein – schließlich die Sakristei: in weiß (Foto: Antoinette Ney-Schuler))
(Fotos: David Flammang)

Die Fresken

Erst 1952 wurden sie entdeckt, freigelegt und restauriert. Obwohl die meisten Fresken beschädigt sind, ist es möglich sie zu erkennen und die meisten Szenen herauszulesen. Diese Fresken dienten sicherlich nicht nur der ikonographischen Dekoration, sondern erlaubten jedem, vor allem den Analphabeten, die wichtigen biblischen Szenen zu verstehen. Die Kirche ist als nationales Monument eingestuft.

Nachbildung des Taufbeckens aus dem 15.Jahrhundert, dessen Original sich im Innern der Kirche befindet. Blick auf die gefasste Willibrordusquelle (rechts) mit dem Taufbecken (links) - (Fotos: David Flammang)

Quelle St.Willibrord

Es scheint, dass vor 1437 die Pfarrei von Echternach abhing und sogar eine Echternacher Errichtung war. Die Tradition schreibt dem Hl.Willibrord eine große Anzahl von Quellen zu, die er mit Hilfe seines Wunderstabes aus dem Boden hat hervorkommen lassen. Die Quelle St.Willibrord aus Rindschleiden wird schon 1590 erwähnt. Sie wurde vor einigen Jahren restauriert. Das Taufbecken aus Stein, das man wiedergefunden und hier ausgestellt hat, geben der Anlage eine beeindruckende Atmosphäre. Am Pfingstsonntag pilgern die 4 Pfarreien aus Wahl, Buschrodt, Arsdorf und Rambrouch jedes Jahr zu der Quelle St.Willibrord, um der Reliquie des Hl.Willibrord, einem Stück Silizium, zu huldigen. Bei dieser Gelegenheit wird das religiöse Hochamt im Freien gefeiert.

Alte Grabsteine Der Eingangsturm der Kirche gebaut im 12.Jahrhundert (2.romanische Periode)

Die Kirche ist jeden Tag von 9 -18 Uhr geöffnet. Im Winter wird sie schon bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen (gegen 17Uhr).

Kontaktperson für geführte Besichtigungen (Deutsch und Luxemburgisch)
Jean Ferber:
Mail: jean.ferber@education.lu
Tel: 691 838 644

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